Die Geschichte vom Silber + seiner weltweiten Wertschätzung.

Das Edelmetall Silber hatte schon immer seine Faszination auf den Menschen.

Tremolierstrich einer Berliner Silberschmiede-Arbeit des 19.Jahrhunderts
Tremolierstrich einer Berliner Silberschmiede-Arbeit des 19.Jahrhunderts

Das Edelmetall Silber ist ein chemisches Element mit dem Symbol Ag. Das Kürzel Ag leitet sich vom lateinischen Wort argentum für ‚Silber’ ab.

Silber ist ein Edelmetall und erfreute sich in der Geschichte der Menschheit schon immer einer hohen Wertschätzung.

Silber wird von Menschen etwa seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet. Im alten Ägypten war Silber als Mondmetall bekannt. 


Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit wurden in Deutschland Silbervorkommen im Harz, in Waldeck-Frankenberg mit Frankenberg, im Thüringer Wald bei Ohrdruf, in Sachsen bei Freiberg und im Erzgebirge, im Südschwarzwald bei Münstertal und Feldberg, in Böhmen bei Kutná Hora und der Slowakei entdeckt.

Im Jahre 1168 stießen sächsische Kaufleute in der Nähe von Freiberg unerwartet auf Silber. Dieses löste jenes große Berggeschrei aus, welches für die Entwicklung des Erzgebirges in den folgenden Jahrhunderten bestimmend war. Der Glanz des Edelmetalls zog Bergleute, Handwerker & Händler in Scharen herbei. Freiberg nahm eine stürmische Entwicklung und überflügelte den Ruhm älterer Bergbauorte in Mitteleuropa.


Seit 1300 war Freiberg für lange Zeit die größte Stadt Sachsens und pflegte reiche Handelsbeziehungen nach Venedig, Mailand & Florenz. Die Kenntnisse der Bergleute und die von Ihnen geschaffenen Normen beeinflußten den Bergbau in vielen europäischen Ländern. Nachdem die Abbaubedingungen schwieriger und die Silberausbeute immer geringer wurde, war die Blütezeit des Silberbergbaus am Anfang des 14. Jahrhunderts vorbei. 

Aber auch bei uns im Lipperland gab es Silberfunde. Im Silberbachtal bei Horn-Bad Meinberg wurden in den Jahren 1711/1712 geringe Mengen Silber gefunden. Heute noch stehen die Überreste der Silbermühle und einer Schleifmühle. Die Silbermühle ist das ehemalige 'Packhaus', in welchem einst das Silbererz ausgewaschen wurde. Sie wurde im Jahre 1711 zu einer Mahlmühle umgebaut und schon bald Silbermühle genannt. 

 Später dann brachten die Spanier große Mengen von Silber aus Amerika nach Europa. Aber auch Japan war im 16. Jahrhundert Silberexporteur. Durch das weit gestiegene Angebot sank der Silberwert in der alten Welt.


Da nach 1870 vorwiegend Gold als Währungsmetall verwendet wurde, verlor das Silber immer mehr seine wirtschaftliche Bedeutung. Das Wertverhältnis sank von 1:14 einige Zeit lang auf 1:100, später stieg es wieder etwas an. Heute liegt es bei ungefähr 1:50, entwickelte sich also wieder besser. Silber wird in letzter Zeit ein höheres Entwicklungspotential als Gold zugetraut. Das Angebot an Silber ist von der Verbrauchs- und Produktionsentwicklung anderer Metalle abhängig. 


Silber ist ein seltenes Element, welches mit einem Anteil von nur 0,0000079 Prozent in der Erdkruste vorkommt. Damit ist es etwa 20 x häufiger als Gold und rund 700 mal seltener als Kupfer. In der Natur tritt es als ‚gediegen’, das heißt elementar oft in Form von Körnern oder als drahtig verästeltes Geflecht dem ‚Dendrit’ auf.

Die wichtigsten Silbervorkommen befinden sich in Nordamerika mit Mexiko, den USA und Kanada sowie in Südamerika mit Peru & Bolivien. Mit ca. 30% der weltweiten Förderung ist Peru der größte Silberproduzent.


Das überwiegende Silber wird aber aus Silbererzen gewonnen, welche oft zusammen mit Kupfer-, Blei, und Zinkerzen als Sulfide oder Oxyde vorkommen.

Wichtige Fundorte von gediegenem Silber waren Freiberg im Erzgebirge, Schwaz in Tirol, Kongsberg in Norwegen, St. Andreasberg im Harz, Batopilas in Mexiko, das Mansfelder Kupferschiefer-Revier in Eisleben & Sangerhausen, dort meist Silberbleche und auch als Versteinerungsmaterial von Fossilien. 


Nach einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, des Fraunhofer-Instituts  sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe beträgt die Reichweite der Silberressourcen nur noch knapp 29 Jahre.

Silber ist ein weißglänzendes Edelmetall. Unter Normaldruck beträgt die Schmelztemperatur 961 °C und die Siedetemperatur 2212 °C. Silber hat aber bereits oberhalb von 700 °C, also noch im festen Zustand, einen deutlichen Dampfdruck. Das Edelmetall besitzt eine Dichte von 10,49 g/cm³ und gehört daher wie alle Edelmetalle zu den Schwermetallen.


Silber hat einen metallischen Glanz. Frische, nicht korrodierte Schnittflächen von Silber zeigen die höchsten Licht-Reflexionseigenschaften aller Metalle, frisch abgeschiedenes Silber reflektiert über 99,5 Prozent des sichtbaren Lichtes.

Als ‚weißestes’ aller Gebrauchsmetalle wird es daher auch zur Herstellung von Spiegeln benutzt. 

Im geschmolzenen Zustand löst reines Silber leicht aus der Luft das über 20-fache Volumen an Sauerstoff. 

Silbergeschirre und Silberbestecke geben beim Gebrauch immer etwas Silber an die Speisen und Getränke ab, was sich in einem unangenehmen Metallgeschmack bemerkbar machen kann. Um das zu vermeiden, werden silberne Trinkgefäße innen oft vergoldet.

Silber ist mit vielen Metallen legierbar.

Gut legieren lässt es sich mit Gold, Kupfer oder Palladium, in begrenztem Umfang lässt sich Silber mit Chrom, Mangan oder Nickel legieren. Legieren erhöht zumeist die Härte des Silbers.


Die wichtigsten Silberlegierungen sind heute Kupfer/Silber-Legierungen. Sie werden meist nach ihrem Feingehalt an Silber bezeichnet. Die gebräuchlichsten Silberlegierungen haben einen Feingehalt von 0,500 / 0,625 /0,750 /0, 800 / 0,835 /0,925 und 0,935 Tausendstel Teile Silber.

925er Silber wird nach der britischen Währung Pfund Sterling als Sterlingsilber bezeichnet. Es ist die wichtigste Silberlegierung und wird zur Herstellung von Münzen, Schmuck und Besteck verwendet.

Vormals wichtigste Verwendung war die Herstellung von Silbermünzen als Zahlungsmittel. Für Münzen wurde in der Antike und im Mittelalter nur Silber, Gold und Kupfer verwendet. Der Münzwert entsprach weitgehend dem Metallwert. In Deutschland waren bis 1871 Silbermünzen mit dem Taler & Gulden vorherrschend und die Währung war durch Silber gedeckt.

Dieses ist der sog. Silberstandard. Nach 1871 wurde der Silber- durch den Goldstandard abgelöst. Der Grund für die Verwendung dieser Edelmetalle waren die hohe Wertspeicherung durch ihre Seltenheit und Wertbeständigkeit von Silber und Gold.

Erst in moderner Zeit werden Münzen auch aus anderen Metallen, wie Eisen, Zink oder Nickel hergestellt, deren Metallwert aber gering ist und nicht dem aufgeprägten Wert entspricht. Silber wird als Münzmetall heute meist nur noch für Gedenkmünzen und Sondermünzen verwendet.

Gerade die in der Wirtschaftswunderzeit der 60-90er Jahre in großen Mengen gekauften Sammlereditionen von Firmen wie MDM Deutsche Münze, Göde Bayerisches Münzkontor, Franklin Mint, Borek, Intercoin, Eurocoin, Euromint, BTN, Philswiss  ua. sowie auch die deutschen & österreichischen Gedenkmünzen in Silber, stellen eine große Silberreserve dar.


Besonders in Zeiten von Wirtschaftskrisen hat sich neben Gold auch das Edelmetall Silber durch seine Kurs- und Wertstabilität als eine der wichtigsten Anlageform in verschiedensten Ausprägungen wie z. B. Silberbarren, Silbermünzen & Silbermedaillen erwiesen.

Silber ist neben Gold und Edelsteinen wie Diamanten, Smaragden, Rubinen, Opalen & Saphiren ein wichtiges Material für die Herstellung von Schmuck.

Das Edelmetall wird schon seit Jahrhunderten für hochwertige und wertbeständiges Tafelsilber & Essbestecke verwendet. Bei Schmuck, Silbergerät und Barren kann der Silbergehalt, sofern gestempelt, anhand des Feingehaltstempels abgelesen werden. Dabei sind Feingehaltsstempel, die sog. Punzen, in den Feingehalten von 750, 800, 835, 900, 925 und auch 935 üblich.


Diese werden noch durch staatliche Garantiemarken wie bspw. ‚Krone & Halbmond’ oder dem englischen Löwen, sowie durch Städtemarken, Importstempel, Firmenmarken, Herstellermarken der Gold-& Silberschmiede ergänzt.

Auf alten Silberarbeiten vor ca. 1860 ist oft noch ein sog. Tremolierstrich vorhanden, dieser ist meist auf der Unterseite des Silberstücks sichtbar. Dieser Tremolierstrich wurde vom Beschaumeister der Zunft vorgenommen um das damit abgetragene Material einer Feingehaltsprüfung zu unterziehen


Aktuell wird dem Edelmetall Silber von Silber-Experten ein noch größeres Wertentwicklungspotential als dem Gold zugetraut. Sollten Sie auch vom möglichen Wertsteigerungspotential des Silbers profitieren wollen, so ist dieses in physischer Form als Feinsilberbarren & Feinsilbermünzen wie Silbereagle, Silber-Philharmoniker & Silber-Maple Leaf  ideal.

Gerade die 1-Unze Silbermünzen werden international auch von Edelmetallfonds, Anlegern & Banken bevorzugt.

 

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